Wanderausstellung "Justiz im Nationalsozialismus: Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes"

24. Station Amtsgericht Bitterfeld-Wolfen

Justiz im Nationalsozialismus: Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes
Justiz im Nationalsozialismus: Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes

Die Ausstellung war in der Zeit vom 28. August bis 19. Oktober 2017 im Amtsgericht Bitterfeld-Wolfen zu sehen.

Allgemeine Informationen

Lesungen und Vorträge im Amtsgericht

  • „Das Zusammenwirken von Justiz und Gesundheitswesen im Nationalsozialismus am Beispiel Bitterfeld“
    Vortrag von Frau Dr. Ute Hoffmann, Bernburg (Saale)
  • Die Justiz im Nationalsozialismus und die Region Bitterfeld-Wolfen: Strukturen - Strafverfahren - Einzelschicksale
    Vorträge von Dr. Daniel Bohse, Magdeburg und Michael Viebig, Halle (Saale)
  • "Zelle 18. Eine Geschichte von Mut und Freundschaft.“
    Autorenlesung über eine Gruppe junger polnischer Mädchen, gegen die ein deutsches Kriegsgericht verhandelte.
    Mit Simone Trieder und Lars Skowronski, Halle (Saale)

 Für Schulen wurde angeboten

  • Filmprojekt „Das Heimweh des Walerjan Wróbel“ (D 1991)
    Ein Film über einen jungen polnischen Zwangsarbeiter, den ein deutsches Sondergericht 1942 zum Tode verurteilte. Im Anschluss: Filmgespräch mit Michael Viebig, Halle (Saale)

Ausstellungseröffnung am 28. August 2017

Direktor Paterok bei der Begrüßung der Gäste
Direktor des Amtsgerichts Matthias Paterok bei der Begrüßung der Gäste
Ministerin Keding richtet Grußworte an die Gäste der Ausstellungsöffnung
Ministerin Anne-Marie Keding richtet Grußworte an die Gäste der Ausstellungsöffnung
Grußworte des Landrates des Landkreises Anhalt-Bitterfeld
Grußworte des Landrates des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, Uwe Schulze
Grußworte durch den Oberbürgermeister der Stadt Bitterfeld-Wolfen, Armin Schenk
Grußworte durch den Oberbürgermeister der Stadt Bitterfeld-Wolfen, Armin Schenk
Direktor der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, Dr. Kai Langer, begrüßt die Gäste der Ausstellungseröffnung
Direktor der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, Dr. Kai Langer, begrüßt die Gäste der Ausstellungseröffnung
Herr Viebig, Leiter der Gedenkstätte "Roter Ochse", begrüßt die Gäste der Ausstellungseröffnung
Michael Viebig, Leiter der Gedenkstätte "Roter Ochse", begrüßt die Gäste der Ausstellungseröffnung
Gäste am Eingang zur Ausstellung
Gäste am Eingang zur Ausstellung
Blick in einen Ausstellungsraum
Blick in einen Ausstellungsraum - einer ehemaligen Gefängniszelle -
Gäste in den Ausstellungsräumen
Gäste in den Ausstellungsräumen - dem alten Gerichtsgefängnis -
Dr. Daniel Bohse, Leiter der Gedenkstätte "Moritzplatz" führt Gäste durch die Ausstellung
Dr. Daniel Bohse, Leiter der Gedenkstätte "Moritzplatz" führt Gäste durch die Ausstellung
Besucher erkunden die Ausstellungsräume
Besucher erkunden die Ausstellungsräume
Eingang zum ehemaligen Gerichtsgefängnis - dem Ausstellungsort -
Eingang zum ehemaligen Gerichtsgefängnis - dem Ausstellungsort -

Zur Ausstellung

Justiz im Nationalsozialismus: Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes
Justiz im Nationalsozialismus: Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes

Erneut präsentiert Sachsen-Anhalt die Wanderausstellung "Justiz im Nationalsozialismus: Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes". Sachsen-Anhalt setzt sich damit intensiv mit der national-sozialistischen Justizgeschichte in Sachsen-Anhalt auseinander.

Die Ausstellung führt den Besuchern vor Augen, zu welchen Exzessen die Justiz in einem totalitären System fähig sein kann. Das Ministerium für Justiz und Gleichstellung, die Stiftung Gedenkstätten und die Landeszentrale für politische Bildung haben die in Niedersachsen konzipierte Wanderausstellung um eine Vielzahl regionaler und lokaler Aspekte erweitert. Entstanden ist eine Ausstellung, die den Blick auf die Region lenkt.

Die Justiz stellt sich damit ihrer Vergangenheit. Sie benennt Unrecht, gibt Opfern ein Gesicht und zeigt, wie einzelne Richter agierten. Gelungen ist dies, weil Juristen, Historiker und Vertreter von Vereinen und Verbänden auf Initiative der Veranstalter gemeinsam geforscht haben. So ist in den Jahren 2008 und 2009 eine breit gefächerte Ausstellung zusammen getragen worden, die seit dem mit jedem neuen Standort weiter wächst.

Die Ausstellung stellt das Justizsystem zur Zeit des Nationalsozialismus dem Rechtsstaat in der Demokratie gegenüber. Sie klärt auf und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt vom Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, der Landeszentrale für politische Bildung des Landes Sachsen-Anhalt, der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt e.V. und der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. Politisches Bildungsforum Sachsen-Anhalt.

Weitere Termine

Die Ausstellung wird ab 9. November 2018 im Landtag von Sachsen-Anhalt zu sehen sein.